Martha Schroers: Eine soziale Kraft der Stadt

Vortrag Helge Döhring - Martha Schroers - eine soziale Kraft der Stadt

Martha Schroers gehörte zu jenen Frauen, die das gesellschaftliche Leben Delmenhorsts maßgeblich mitprägten. Ihr Engagement beschränkte sich nicht auf den privaten Bereich, sondern reichte weit in soziale und politische Zusammenhänge hinein. Sie setzte sie sich für Aufklärung, Solidarität und soziale Verantwortung ein und übernahm Aufgaben, die Mut, Organisationstalent und Standhaftigkeit erforderten.

Besonders in den frühen 1930er-Jahren trat Martha Schroers als aktive Gestalterin sozialer Reformbestrebungen hervor. Sie war in Delmenhorst maßgeblich an Initiativen beteiligt, die sich mit Fragen von Gesundheit, Selbstbestimmung und sozialer Fürsorge beschäftigten. In einem politisch zunehmend repressiven Umfeld engagierte sie sich für eine aufgeklärte und solidarische Gesellschaft und bewegte sich dabei bewusst in Milieus, die dem nationalsozialistischen Weltbild entgegenstanden.

 

In den frühen 1930er-Jahren leitete sie in Delmenhorst den „Reichsverband für Geburtenregelung und Sexualhygiene“, der hier etwa 200 Mitglieder hatte und dem anarcho-syndikalischen Milieu nahestand – ein gesellschaftspolitisch progressives Engagement in einer Zeit, in der solche Themen politisch und kulturell stark umkämpft waren.

Die Veranstaltung „Martha Schroers – eine soziale Kraft der Stadt“ an der Volkshochschule Delmenhorst widmet sich dieser Facette ihres Wirkens und beleuchtet Schroers’ Rolle als aktive Akteurin sozialer, politischer und gesundheitlicher Aufklärung in ihrer Heimatstadt. Der Historiker Helge Döhring vom Institut für Syndikalismusforschung erläutert dabei die Bedeutung ihres Engagements im regionalen und überregionalen Kontext.

 

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