Für Donnerstag, den 2. Juli 2026, rufen das Breite Bündnis gegen Rechts Delmenhorst und Jugend gegen Rechts Delmenhorst gemeinsam mit zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz Delmenhorst auf. Beginn ist um 17 Uhr. Anlass ist eine Veranstaltung der AfD in der Markthalle.
Mit der Kundgebung soll ein friedliches, aber unmissverständliches Zeichen gesetzt werden: Delmenhorst steht für Vielfalt, Respekt und ein menschliches Miteinander. Hetze, Ausgrenzung und antidemokratische Rhetorik dürfen weder in unseren Hallen noch in unserer Gesellschaft unwidersprochen bleiben.
Der Aufruf wird von einem breiten Spektrum demokratischer Kräfte unterstützt. Dazu gehören AWO, Bündnis 90/Die Grünen Delmenhorst, Bündnis Buntes Brettorf, Bündnis gegen Rechtsextremismus Großenkneten, DGB Stadtverband Delmenhorst, DIDF, DIDF-Jugend, Die Linke Kreisverband Delmenhorst/Oldenburg-Land, Die PARTEI, ejo – Evangelische Jugend Oldenburg, Ev.-Luth. Kirchenkreis Delmenhorst/Oldenburg-Land, Für Demokratie und Vielfalt – Bassum gegen Rechts, Ganderkesee für Demokratie, Jugend gegen Rechts Delmenhorst, Jusos, Klimazentrum Kirchhatten, linksjugend ['solid] Delmenhorst/OL-Land, MiCOU Wildeshausen, Omas gegen Rechts im Landkreis Oldenburg, Queerer Jugendtreff, SPD Delmenhorst, Unordnungsamt – Antifaschistische Subkultur sowie die Wählergemeinschaft Delmenhorster Liste e. V.
Diese breite Unterstützung zeigt: Der Widerspruch gegen die AfD ist kein Anliegen einzelner Gruppen. Jugendverbände, Parteien, Gewerkschaften, kirchliche Akteure, zivilgesellschaftliche Initiativen und Bündnisse gegen Rechts stehen gemeinsam dafür ein, dass menschenfeindliche Positionen nicht normalisiert werden.
Die aktuelle Debatte um ein mögliches AfD-Verbot unterstreicht die Dringlichkeit dieses Protests. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte hat im Juni 2026 ein umfassendes wissenschaftliches Gutachten vorgelegt. Darin kommt sie zu dem Ergebnis, dass die AfD nach den Maßstäben von Artikel 21 Absatz 2 Grundgesetz verfassungswidrig sei und ein Verbotsverfahren gegen die Partei mit großer Wahrscheinlichkeit erfolgreich wäre. Die GFF begründet dies insbesondere mit Angriffen auf das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie. (GFF)
Nach Angaben der GFF stützt sich das Gutachten auf mehr als drei Millionen ausgewertete öffentlich zugängliche Datenpunkte. Untersucht wurden unter anderem Social-Media-Beiträge, Parlamentsdokumente und Pressemitteilungen der AfD. Das Gutachten benennt insbesondere die Abwertung und Ausgrenzung von Deutschen mit Migrationsgeschichte, Muslim*innen, Schutzsuchenden sowie trans- und nicht-binären Personen. (GFF)
Für das Breite Bündnis gegen Rechts Delmenhorst und Jugend gegen Rechts Delmenhorst ist deshalb klar: Demokratische Gesellschaft darf nicht erst dann reagieren, wenn die Demokratie bereits beschädigt ist. Wer Menschenwürde, Rechtsstaat und demokratische Grundwerte verteidigen will, muss sichtbar werden – auf der Straße, in der Stadtgesellschaft und überall dort, wo rechte Hetze Raum beansprucht.
Wir laden alle Demokratinnen und Demokraten ein, sich der Kundgebung anzuschließen.
Wann: Donnerstag, 2. Juli 2026, ab 17 Uhr
Wo: Marktplatz Delmenhorst
Motto: Gemeinsam für Vielfalt in Delmenhorst
Es ist an der Zeit, Farbe zu bekennen und gemeinsam für unsere demokratischen Grundwerte einzustehen. Delmenhorst bleibt bunt.

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