Am 17. Dezember haben Jugend gegen Rechts und das Breite Bündnis gegen Rechts zu einer öffentlichen Aktion in Delmenhorst vor der Markthalle aufgerufen. Anlass ist ein Antrag der AfD-Fraktion im
Rat der Stadt Delmenhorst, der darauf abzielt, die sogenannte „Antifa“ in Delmenhorst zu verbieten.
Mit Bannern und Plakaten haben die Teilnehmenden ein deutliches Zeichen gesetzt: Antifaschismus ist keine Terrororganisation, sondern eine Haltung. Eine Haltung, die sich gegen Faschismus,
Rassismus und Menschenfeindlichkeit richtet und damit ein zentraler Bestandteil einer wehrhaften Demokratie ist.
„Der Versuch der AfD, antifaschistisches Engagement zu delegitimieren oder zu kriminalisieren, ist ein Angriff auf zivilgesellschaftliches Engagement insgesamt“, erklärten die Veranstaltenden im
Vorfeld. „Antifaschismus bedeutet, sich aktiv für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, für Menschenrechte und für eine solidarische Gesellschaft einzusetzen.“
Die Aktion fand bewusst vor der Ratssitzung statt, um öffentlich sichtbar zu machen, dass viele Menschen in Delmenhorst nicht bereit sind, rechtsextreme Narrative unwidersprochen stehen zu
lassen. Antifaschistisches Engagement ist vielfältig, parteiunabhängig und reicht von Bildungsarbeit über Protest bis hin zu solidarischem Handeln im Alltag.
Viele interessierte Bürger*innen haben sich der Aktion angeschlossen und ein gemeinsames Zeichen für Demokratie, Vielfalt und eine offene Gesellschaft zu gesetzt.

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