Mahnwache gegen Haß und Gewalt

Am Dienstag, den 2. Juni 2026, fand von 9 bis 12 Uhr auf dem Bismarckplatz in Delmenhorst eine Mahnwache unter dem Motto „Gegen Hass und Gewalt“ statt. Aufgerufen hatten das Breite Bündnis gegen Rechts Delmenhorst sowie die Omas gegen Rechts aus Ganderkesee, die auch vor Ort sehr aktiv präsent waren. Gemeinsam setzten die Teilnehmenden ein deutliches Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen rechter Gewalt und gegen Einschüchterung im politischen Engagement.

Anlass war der Prozessauftakt vor dem Amtsgericht Delmenhorst nach dem Angriff auf ein Wahlkampfteam der Grünen am 19. Januar 2025 in Bookholzberg. Nach den Berichten soll der Angeklagte die Wahlkämpfer:innen beleidigt, Wahlkampfmaterial beschädigt, den Hitlergruß gezeigt und einen 41-jährigen Wahlkämpfer schwer verletzt haben. Dieser musste später wegen lebensbedrohlicher Komplikationen am Schädel notoperiert werden und war über Monate arbeitsunfähig. Auch die taz berichtet, dass dem Angeklagten unter anderem lebensgefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und das Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen vorgeworfen werden.

Während im Gerichtssaal weitere Details des Angriffs bekannt wurden, machten die Menschen vor dem Amtsgericht deutlich: Rechte Gewalt trifft nicht nur Einzelne, sondern greift die demokratische Kultur insgesamt an. Auf Schildern hieß es unter anderem: „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“ Gerade die starke Beteiligung der Omas gegen Rechts aus Ganderkesee unterstrich, dass die Zivilgesellschaft in der Region zusammensteht, wenn politisch engagierte Menschen bedroht oder angegriffen werden.

Die Mahnwache war damit ein klares Signal gegen Hass, Hetze und Gewalt — und ein solidarisches Zeichen für alle, die sich weiterhin offen und sichtbar für Demokratie, Vielfalt und Menschenwürde einsetzen.

 

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